Ein wieder mal nicht gebrachter Leserbrief

Frau Deppe im Abseits: Ist die Baudezernentin noch zu halten?


Betreff: Frau Deppe im Abseits: Ist die Baudezernentin noch zu halten?

 

Die Klagen über diverse eigenmächtige Planungen und Entscheidungen der Baudezernentin Andrea Deppe häufen sich in den letzten Monaten zusehends.

Begonnen hatte sie ihre Tätigkeit auf Vorschlag der Grünen im Verbund mit der CDU-Fraktion, doch dient ihre bisherige Tätigkeit tatsächlich ökologisch nachhaltigen grünen Grundsätzen?  Ihre enge Verbindung mit dem OB Kandidaten der  CDU legt die Erwartung nahe, dass sie nach der Kommunalwahl entweder weiterhin Dezernentin bleiben wird oder aber durch eine sanktionierte Verbindung zur First Lady der Stadt Leverkusen an der Seite Herrn Schönbergers aufsteigen könnte…

Aufgepasst! Wer jetzt die GRÜNEN wählt, unterstützt damit aller Voraussicht nach die CDU. Das halbherzige, unverbindliche Wahlprogramm der Leverkusener GRÜNEN ist schon auf die CDU zugeschnitten, die erneut geforderte Baumsatzung hatte schon mit OB Buchhorn keine Chance…

Im August 2019 wurde das „Wohnungsbauprogramm 2030“ des Beraters einer Immobiliengesellschaft beschlossen, was einem angeblichen Bevölkerungszuwachs von derzeit 163000 auf 178000 Rechnung tragen soll. Von 24 aufgeführten Flächen im gesamten Stadtgebiet wurde nur ein Siefen- Bereich / Spandauerstraße von der Ratsmehrheit abgelehnt. Dieses Bauprogramm, das  von einem Bedarf von 10 300 Wohnungen bis 2030 ausgeht, ignoriert die meisten Argumente auf Basis des bereits beschlossenen Klimakonzeptes: Gegen weitere Versiegelungen von Grund und Boden, die zunehmende Überhitzung einzelner Stadtteile, Vernichtung von Frischschluftschneisen, Bauen in Außenbereichen,  Aushebelung von Landschaftsschutzgebieten, Ausverkauf landwirtschaftlicher Flächen,  Grundwasserabsenkungen, Verlust unwiederbringlichen Baum und Gehölzbestandes bei einer äußerst geringen Quote von nur 2 % Naturschutzflächen im Stadtgebiet. ..

Nach Überzeugung des BUND und vieler kritischer Bürger(innen) sind die Grenzen weiteren Wachstums, das eindeutig zu Lasten der Natur und damit unserer Gesundheit geht, nun wirklich erreicht.

 Die Baum- und Grünflächenverluste auf Grund der Flächenversiegelung der letzten Jahre sind immens! Zunehmend sorgt anhaltende Trockenheit für immer mehr Schäden.

Ein Deppe Presse - Zitat vom 10.3.2017: “Nicht alle Leute wollen immer Grün“. Die zahlreichen „Schottergärten“ in Leverkusen scheinen ihr Recht zu geben…

Ob Bebauung an der Feldstraße, Vermarktung von „Hahnenblecher“ (14000 qm) „Leimbachtal“, „Lötzelbach“, beschleunigte B-Plan Verfahren wie am „Bohofsweg“, die Suche nach Investoren zur Bebauung der Grünflächen am Forum und anderes mehr laufen allen ökologischen Zielen zuwider!

 

Letzter Coup:  Genehmigung zum Bau von 15 Wohnungen in Bergisch Neukirchen, Neukronenberger Straße hinter dem Rücken der Anwohner, die jetzt klagen wollen!

Die Liste der eigenwilligen Manöver der Dezernentin, ist noch verlängerbar…

Sie spricht gerne von einem „Überschwappeffekt“ aus Köln: Doch rechtfertigt der Druck der Kölner den Ausverkauf unserer letzten unbebauten Grundstücke?

Wir würden also immer ärmer an Grund und Boden, während sich die Bauinvestoren weiterhin ungebremst die Tasche füllen?

Hier hilft nur ein radikaler Schritt:

 1. In Zukunft werden städtische Flächen nicht mehr an Investoren vergeben, sondern von Projektentwicklern ohne Kapitalinteressen zu sozial und ökologisch verträglichem Wohnungsbau genutzt!

2. Im Außenbereich werden keinerlei Einfamilien-/Reihenhaussiedlungen mehr zugelassen.

Die Kölner Grünen schlagen dies vor, während unsere Leverkusener GRÜNEN nach wie vor mit einer saturierten weichgespülten Crew auf erneute Pöstchen lauern!

 

Brigitte von Bonin, Guido Sattler