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Leserbrief zur Eröffnung der neuen Flüchtlingsunterkunft

 

Kalt, kahl und lieblos?

Die neu eingerichtete Flüchtlingsunterkunft an der Sandstrasse bietet 350 Menschen mit kleinen und auch größeren Familien ein neues Zuhause. Der nüchterne Zweckbau, umgeben von einem meterhohen nackten Schutzgitter soll allen eine sichere Zuflucht bieten. So weit so gut!

Abgesehen davon, dass die Energieversorgung des Hauses über ein Blockheizkraftwerk mit zertifiziertem Erdgas und nicht etwa durch eine klimaneutrale Photovoltaik Anlage geleistet wird, kann von einer klima - und umweltfreundlichen Gestaltung kaum die Rede sein: Weder Dach- noch Fassadenbegrünung sind vorgesehen: Etwas Rollrasen und kleine Bäume sollen es sein, was den Eindruck von Kasernenhof eher noch verstärkt. Warum also pflanzt die Stadt nicht ein Dutzend bienenfreundliche Stauden und größere klimaresistente Baeume dorthin? Das Restbudget des so oft gepriesenen "Leitbild Grün" könnte gerade an diesem Ort nachhaltig, weil menschen - und naturfreundlich eingesetzt werden!

Brigitte von Bonin