Hier bieten wir ihnen eine Vorlage für einen Widerspruch gegen die Umsetzung des Bebauungsplans 233/III. Sollten sie unsere Bedenken teilen, so können sie diese Vorlage gerne nutzen.

 

Stadt Leverkusen

Baudezernat

Elberfelder Haus

Hauptstraße 101

51373 Leverkusen

 

Leverkusen, den                                 

 

 

Widerspruch gegen die Umsetzung des Bebauungsplanes 233/III „Mathildenhof – östlich Bohofsweg“

 

Hiermit lege Widerspruch ein gegen die Umsetzung des Bebauungsplanes 233/III „Mathildenhof – östlich Bohofsweg“. Schon die Beschreibung „Ökologisches Bauen und Klimaschutz“ ist irreführend und wirkt angesichts des damit verbundenen großen Freiflächenverbrauchs und des Baukonzeptes mit großem Carbon Footprint wie blanker Hohn.
Die Fläche ist im gültigen Landschaftsplan teilweise als Landschaftsschutzgebiet mit dem
Entwicklungsziel:
Erhaltung von geomorphologischen Landschaftsteilen und ihre Hervorhebung sowie
ökologische Aufwertung durch Anreicherung mit gliedernden und belebenden Elementen
und im Flächennutzungsplan vor dem Aufstellungsbeschluss als Fläche für Landwirtschaft und
Grünfläche ausgewiesen.
Die Planung steht darüber hinaus im Widerspruch zu Teilen des ökologischen Fachbeitrags anlässlich
der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes der Stadt Leverkusen, die Bürgern in Planungswerkstätten im Jahr 2002 zur Verfügung gestellt wurden. In sogenannten Fachkarten wird die
Bebauungsplanfläche wie folgt bewertet:

1. Fachkarte Klima:
Vorrang – Ausgleichräume mit hoher Bedeutung (Ausschlusskriterium)
Auf der Klimaanpassungskarte des Landesumweltamtes ist die Fläche als wichtige Frischluftschneise
für die westlichen Stadtteile Leverkusens hervorgehoben.
2. Fachkarte Biotop - und Artenschutz / Landschaft:
Vorrang - Festgesetzte Ausgleichsflächen (Ausschlusskriterium)
Vorbehalt – Wertvolle Biotope, geschützte Landschaftsteile, (Trittsteine)
3. Fachkarte Boden:
Vorbehalt – Böden mit hoher natürlicher Ertragsfähigkeit, Kohlenstoffspeicherung
In der Themenkarte Freiraum und Grünzüge im Erläuterungsbericht zum FNP – Entwurf aus dem
Jahr 2005 wird die Fläche als „Grünfläche und landwirtschaftliche Fläche mit Grünverbindungen“
beschrieben. Diese spielen im Biotopverbund eine Schlüsselrolle und sind essentiell für den Erhalt
der Biodiversität.

In der Themenkarte Ausgewählte Bauflächenpotentiale kommt die Fläche nicht vor.
Außerdem stellt die Fläche gerade für die Mieter in der benachbarten großen Wohnsiedlung allein
durch ihren Anblick einen erheblichen Erholungswert dar. Die Argumente gegen eine Bebauung sind nach heutigem Wissensstand noch wesentlich schwerwiegender geworden.
Durch die Aufstellung des vorliegenden Bebauungsplanes und die Aufnahme der Fläche in
das Wohnungsbauprogramm 2030+ missachten Verwaltung und Politik der Stadt Leverkusen
die Erkenntnisse und Vorgaben aus dem eigenen Haus und Vorgaben des Bundes und der EU.
Vor diesem Hintergrund lege ich auch Widerspruch ein gegen die Durchführung des geplanten
„beschleunigten Verfahrens nach § 13 b“ ein.


Leverkusen, den ______________ Unterschrift _______________________