Bericht zum Antrag Waldkauf Bürgerbusch durch die Stadt (Rheinische Post)
Ein sehenswertes Video zum Thema Waldrettung auf Arte

 

Eine Erfolgsmeldung:

Der städt. Ausschuss für Anregungen und Beschwerden hat in seiner gestrigen Sitzung (08.02.2020) unserem Antrag auf Prüfung des Erwerbs des Bürgerbusch-Waldes durch die Stadt LEV stattgegeben bzw. ihn für erledigt erklärt. Die von uns geforderte Prüfung ist bereits in Arbeit.

Weiterhin interessant:

Einem Antrag auf Einführung einer Vorgartensatzung und einem zur Verminderung der Schottergärten wurde ebenfalls zugestimmt.

 

Radio Leverkusen hat einen kurzen Bericht zum Thema Kauf des Bürgerbuschs heute im Internet veröffentlicht.

Info Jan Baare


Leverkusen, den 17.01.2020

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Richrath!

Bitte setzen Sie folgenden Prüfantrag auf die Tagesordnung des zuständigen Ausschusses:
Die Verwaltung überprüft die Möglichkeiten, die im Privatbesitz befindlichen Waldflächen im Stadtgebiet zu erwerben: Dafür wäre insbesondere der Bürgerbusch besonders geeignet.
Sie tritt in Verhandlungen mit den Erben des "Bürgerbusches" dem Ziel, einen Erwerb zu erreichen.“

 

 Begründung:
 Der "Bürgerbusch" befindet sich in einem beklagenswerten Zustand, Trockenheit, Schädlinge und rabiate maschinelle Fällmethoden haben ihm sehr zugesetzt. Er speziell sollte unbedingt in einen Naturwald überführt werden und damit der holzwirtschaftlichen Nutzung entzogen werden!
Die eminente Bedeutung von Naturwäldern liegt nicht nur in ihrer positiven Wirkung für unser Stadtklima, sondern ebenso für die Erhaltung von wichtigen Lebensräumen für zahlreiche Tiere,
vor allem auch seltengewordene Vogelarten . Bäume sollten dort in Ruhe altern und sterben können, ohne nach rein marktwirtschaftlichen Kriterien gefällt zu werden.
Das Ziel der Bundesregierung, 5 % der Waldungen in Naturwald zu überführen, ist keineswegs auch nur annähernd erreicht worden. Im Gegenteil scheint die Entwicklung eher rückläufig. Lediglich 2,8 % waren es 2019!
97 % unserer Wälder werden mehr oder weniger intensiv bewirtschaftet. Den uns verbliebenen Waldgebieten innerhalb der Stadtgrenzen kommt zusehends eine lebenswichtige Bedeutung zu, vor allem durch ihre Funktion als Luftfilter und durch ihre kühlende Wirkung auf unser z.T. stark überhitztes Stadtklima. 180 000 HA Wald sind in den letzten beiden zu trockenen Jahren in Deutschland verlorengegangen. Auch in unserer Region sind die großflächigen Brachen sichtbar.
Das seit 10 Jahren arbeitende „Waldlabor“ in Köln - Marsdorf stellt die Ergebnisse seiner aktuellen Forschungen der Städtischen Forstverwaltung vor, die auch für unsere Leverkusener Waldgebiete Relevanz besitzen.
Privatwald wird traditionell vorrangig nach rein kommerziellen Kriterien bewirtschaftet: Die Tage der schnellwüchsigen Fichte sind gezählt, aber auch die Buchen weisen schwere Trockenschäden auf, Alternativen sind gefragt und auch bereits bekannt.
Vor ca. 20 Jahren wäre der BÜRGERBUSCH käuflich zu erwerben gewesen: Für 8
Millionen DM. Allerdings stand damals die Diskussion um die L 288 durch den Bürgerbusch im Vordergrund.
„Die Stadt Köln z.B. betreibt ihren Wald n i c h t mehr aus wirtschaftlichen Gründen. Sie kann es sich leisten, auf klimaangepassten Mischwald zu setzen und mit Pferden zu arbeiten statt mit großen Forstmaschinen, die den Waldboden verdichten, sodass er nicht mehr ausreichend Wasser speichern kann“.
Diese Argumente sind schlagkräftig genug, um auch in Leverkusen über Naturwald nachzudenken, v.a. unter dem Aspekt des offiziell festgestelltem Klimanotstandes“, den es mit allen Mitteln u bekämpfen gilt!

Brigitte von Bonin, 51375 Leverkusen, Mendelssohnstr.30
Ingrid Baare, 51375 Leverkusen,
Frank Pathe
BÜFO Leverkusen

 

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                                                                                                  (Brigitte von Bonin)