Betreff: Landschaftswacht als Alibi für eine offensichtlich mangelhafte Kontrolle des Umweltmanagements der Stadt Leverkusen ?

Wir genießen zurzeit einen sommerlichen Frühling in unserer blühenden Natur …

Allerdings sind die Trockenschäden an Gehölzen und Bäumen schon sehr bedrohlich, und wer die ausgedünnten Kronen der alten Bäume und das hängende Blattwerk auch den frisch gepflanzten sieht, wünscht sich sehnlichst Regen.

Um so schlimmer und völlig unverständlich sind :

  • die Brandschäden durch jugendliche Feuerteufel, leichtsinnige Raucher und Picknicker mit ihren Grillfeten, die im Zweifel ihren Müll in der Natur liegen lassen...
  • die auch in unseren städtischen Gehölzen überhandnehmenden Eichenprozessionsspinnernetze als Gefahr für Mensch und Natur…..
  • die aus Gedankenlosigkeit nicht angeleinten Hunde, die die Jungtiere im Wald jagen und Bodenbrüter aufspüren…
  • die zunehmende Versiegelung privater und öffentlicher Flächen mit Bodenfolien und Schottergärten ..

All dies sind eindeutige Umweltverstöße und Missstände, die sicher in den Wartungs - und Kontrollbereich der elf Leverkusener Naturschutzbeauftragten, oder kurz Landschaftswächter(innen) gehören.

Unser konkreter Bürgerantrag zur besseren Erreichbarkeit, zu einem direkten Kontakt mit diesen Ehrenamtler(inne)n und einer Erfolgskontrolle, liegt dem Oberbürgermeister seit Wochen vor: Wir fordern zudem öffentlich zugängliche Tätigkeitsnachweise und Berichte etwa im "Beirat für Natur und Landschaft". Bedauerlicherweise hat die lokale Presse bisher diesen für unseren Umwelt- und Naturschutz wichtigen Antrag nicht veröffentlicht bzw. durch eigene Recherchen ergänzt.

Wir müssen alle den Eindruck haben, dass in CORONAZEITEN der Umweltschutz in unserer Stadt noch mehr als sonst unter “ferner liefen“ rangiert !

Gleichzeitig entfernen emsige Hände des Amtes für Stadtgrün ständig auch den letzten Löwenzahn und Grasbewuchs unter den ohnehin schon stark gestutzten Hecken an Straßen und auf Plätzen, womit sie noch für mehr Verkarstung und Dürre sorgen! Besser wäre, sie würden ihre Arbeitskraft und Zeit nutzen dürfen, um die vertrocknenden Straßenbäume ausreichend zu wässern !

Brigitte von Bonin