Kommentar zur Situation des Schlosses von Brigitte von Bonin

 

Als "Letzten Schuss vor den Bug" der Kulturverwaltung und - politik kann man tatsächlich den höchst bedauerlichen Weggang von Stefanie Kreuzer als  Kuratorin des Museums Morsbroich bezeichnen. Die Krokodilstränen  des Oberbürgermeisters und der Vorsitzenden des Kulturausschusses Frau Arnold  können nicht wirklich überzeugen: Alle Beteiligten waren offenbar nicht bereit, Stefanie Kreuzer  auf Grund Ihrer überaus engagierten und überregional erfolgreichen Ausstellungspolitik  sowie ihrer  genialen Begabung für die Vermittlung der Bedeutung und Relevanz von oft nicht immer leicht zugänglichen Kunstpräsentationen, in Leverkusen zu halten, geschweige denn mit vollem Einsatz zur Sicherung der Museumsarbeit beizutragen.

 

 Dies mangelnde Engagement besteht schon seit Jahren, besonders aber seit dem Weggang von Dr. Heinzelmann und dem Absprung des Restaurant- Investors mit seiner völlig überzogenen Forderung  nach 100 zusätzlichen Parkplätzen. Reines Profitdenken hat in der Kulturpolitik nichts zu suchen, wann begreift das die Politik endlich?  

 

In diesem Zusammenhang fällt als besonders peinlich auf, dass der verantwortliche Kulturdezernent Marc Adomat nicht nur kein Wort des Bedauerns zum Weggang von Frau Kreuzer äußert, sondern auch nach wie vor in seinem Dezernat keinerlei substanziellen Beiträge im Rahmen der Diskussion zur verfahrenen Situation des Mueseums vorantreibt.

 

Die Perspektive ist  jetzt  düsterer als je zuvor, was besonders bedauerlich ist, weil das überzeugende Konzept der Berliner Archtektenteams  POLA  zu Recht gerade den ersten Preis im Wettbewerb um die Gestaltung des Schloßparks gewonnen hat.

Brigitte von Bonin