Nach intensiver Recherche haben wir unseren ersten Antrag zu LOOP dahingehend erweitert, nicht nur die sechs E-Busse zu beschaffen, sondern die Busflotte insgesamt ebenso wie Wuppertal umzurüsten, da z.B. Wuppertal schon auf den Zug aufgesprungen ist, die Busflotte auf Brennstoffzellen (Wasserstoff) umzurüsten, was die zugegebenermaßen bessere Lösung ist.

 

       
   
 
 
 

Herrn
Oberbürgermeister Richrath
Rathaus Friedrich-Ebert-Platz 1
51373 Leverkusen 

 
 

ÄNDERUNGSANTRAG

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Richrath!

 

Bitte leiten Sie folgende Prüfanträge plus Anlagen an die zuständigen Gremien weiter.  

 

Betr .1. Anschaffung von sechs LOOPS (E-Kleinbusse ) für das Leverkusener Stadtgebiet .

 

          2.Umrüstumg der WUPSI Busflotte auf Wasserstofftechnologie

 

 

Beschlußentwurf :

                                                                                           

 

1.Die Stadt Leverkusen prüft die Teilnahme an den nächsten laufenden landes-bzw. bundesweiten Projektförderungen, auch der EU, zur Anschaffung von E- Kleinbussen für den städtischen ÖPNV .

 

2.Sie bewirbt sich um entsprechende Förderungsmittel zur Anschaffung von Wasserstoffbussen, deren Förderungsfrist noch läuft.

 

Begründung:

1. Anträge zur Förderung von sogenannten Loops zur Verbesserung und Flexibilisierung des ÖPNV konnten im Rahmen eines NRW- Förderprogramms von 30 Millionen bis 2023 beim Land etc. eingereicht werden.

 

Nach Aussage der WUPSI vom 6.11.2020 sind jedoch die Fördertöpfe bereits leer. Es bestehe aber Hoffnung auf neue Förderangebote. Allerdings werden in der am 6.11.2020 erschienenen Pressemitteilung der WUPSI weder genaue Angaben zur Anzahl, zur Antriebsform oder zur angedachten Zeitspanne gemacht.

 

Loops im Verbund  mit dem ÖPNV sind per App und Tel. buchbare, schadstoffarme, barrierefreie und auf ca. sechs Personen ausgelegte Kleinbusse, die im Shuttle-Verkehr stadtweit zu normalen ÖPNV- Gebühren  eingesetzt werden, vor allem, um Außenbereiche besser und flexibler anzubinden.

 

Die Förderungssumme für die teilnehmenden Kommunen betrug je 5 Millionen Euro.

 

Leverkusen scheint durch die weitläufige dezentrale Struktur der Stadt, die aus sieben Dörfern zusammengefügt wurde, besonders geeignet für dieses flexible, klimaschonende und nicht an starre Zeiten und Haltestellen gebundene Verkehrsmittel!

 

Wer zu verschiedenen Tageszeiten außerhalb der Stoßzeiten morgens und abends die  laufenden Busse beobachtet, stellt fest, dass viele, - auch  schon vor CORONA -,  größtenteils kaum ausgelastet sind,  ja zum großen Teil mit nur einzelnen Fahrgästen fahren. Das ist jedoch weder umweltschonend noch bedarfsorientiert und deshalb unzeitgemäß. Hier wären die shuttle-Busse, die auch unterwegs Fahrgäste (auch mit Rollatoren oder Rollstühlen) ohne Probleme aufnehmen, ein modernes und v.a. auch wirtschaftlich günstigeres Angebot.

 

Die Stadt Münster hat wie einige andere Städte bundesweit zehn solcher Kleinbusse im Rahmen der Landesförderung seit Juni 2020 bereits erfolgreich in Betrieb genommen. Kommentar des OB in Münster Markus Lewe: „Loop Münster ist ein wichtiger Baustein in unserer Stadt zu mehr nachhaltiger Mobilität.“

 

Übrigens: In London kursieren diese Busse, genannt London Taxi LEV CTX bereits seit mehreren Monaten!

 

2.  Die Förderung von großen Wasserstoffbussen läuft landauf landab bereits in größerem Stil. Es besteht Einigkeit darüber, dass diese Technologie der E-Mobilität aus klimatechnischen Gründen bei weitem vorzuziehen ist, soweit anwendungssicher und projektbezogen sinnvoll. Fördermittel bereit- stellen die Bundesministerien für Verkehr und Infrastruktur, aber auch das Land NRW.

 

Auch Köln orderte bereits 2019 von der belgischen Firma van Hool gemeinsam mit Wuppertal und Riga mehrere Busse. Den notwendigen Wasserstoff gewinnt die Stadt Wuppertal komplett aus der Verbrennung des Mülls ihrer Bürger. Der RVK will bis 2030 die gesamte Busflotte von nahezu 500 Bussen umstellen.

 

Es ist unbedingt nötig, dass auch wir mit der klimaneutralen Mobilität ernst machen und mit allen Mitteln versuchen, Anschluss an diese „alternativlose“ Technologie zu finden. Unterstützung wird auch Leverkusen bekommen, wie andere Kommunen auch, die den endgültigen Ausstieg aus dem umweltschädlichen ÖPNV beschlossen haben, wenn es nur will!

 

Brigitte von Bonin

 

Guido Sattler

 

Raimond Schmahl