Zu all unseren Initiativen möchten Sie sicher gerne wissen, was aus ihnen geworden ist. Waren die Initiativen erfolgreich? Hat es die notwenigen Veränderungen gegeben? Wie hat die Stadt auf unsere Initiativen reagiert? Haben die Medien sie aufgegriffen und unterstützt? Konnten wir Verbündete gewinnen?

Wir werden uns bemühen, ihnen zu den jeweiligen Initiativen auf dieser Seite berichten, sobal es etwas zu berichten gibt.

B ü r g e r a n l i e g e n

Einrichtung eines Fahrgastbeirats  bei der Wupsi Leverkusen 5. Oktober 2020

 

zur Vorlage Ausschuss für Anregungen und Beschwerden Stadt Leverkusen / Fachbereich 01 Postfach 101140 51311 Leverkusen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

als Bürger in Leverkusen und Mitglied im Auftrag des Bürgerforums Grünes Leverkusen bitte ich um die Beratung meines Bürgeranliegens zur Einrichtung eines Fahrgastbeirats bei dem örtlichen Nahverkehrsunternehmen Wupsi Leverkusen.
B e g r ü n d u n g

Dass die Akzeptanz bzw. die Steigerung der Nutzerzahlen beim Bus- und Bahnverkehr keine Selbstläufer sind, beweisen gerade die immer noch schwachen Nutzerzahlen vieler öffentlicher Nahverkehrsunternehmen infolge der andauernden Corona-Krise (Pandemie).

Trotz Einsicht in die Notwendigkeit, Busse und Bahnen sinnvollerweise für die eigene Mobilität in Anspruch zu nehmen, um selbstwirksam zu Klimaverbesserungen besonders in den Ballungsräumen beizutragen, geschieht der Umstieg vieler Bürger*Innen in den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) noch allzu zaghaft und eher sporadisch.

Allein ein bereits - wie in Leverkusen - gut ausgebautes ÖPNV-Angebot mit Bussen in hoher Taktung in den Spitzenzeiten führt leider nicht automatisch dazu, dass mehr Menschen in unserer Stadt regelmäßig und wie selbstverständlich den verfügbaren Öffentlichen Nahverkehr auf dem Weg zur Arbeit und in die Geschäftszentren nutzen, um so den auch vorhandenen Wunsch beispielsweise nach gesunder Luft bewusst mit umweltgerechtem Mobilitätsverhalten zu verknüpfen.

 

Neben den bekannten Service-Einrichtungen (Fahrgast-Zentren in Wiesdorf, Opladen und Bergisch Gladbach) und vereinzelt wahrnehmbaren Marketing-Aktivitäten der Wupsi braucht es offensichtlich einer weiteren verbindenden Stellschraube zwischen dem Mobilitätsunter-nehmen Wupsi und (potentiellen) Fahrgästen, um . . .

1. Vorbehalte und Informationslücken von ÖPNV-ungeübten Bürger*Innen

aufzunehmen und daraus Vorschläge zu gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit zu machen

 

2. Kritikpunkte und Anregungen hinsichtlich der Organisation der Busverkehre (Fahrpläne, Serviceverbesserungen etc.) zu bündeln und weiterzureichen.

 

Kurzum: Es bedarf einer neu ins Leben zu rufenden bürgerschaftlichen Vermittlungsstelle zwischen dem Nahverkehrsunternehmen Wupsi und einer auf umweltfreundliche Mobilität angewiesenen Bevölkerung.

Eine solche Option kann die Etablierung eines Fahrgastbeirates in Leverkusen sein, der wie in einigen Städten und Kreisen Deutschlands versucht, Anregungen und Kritik zwischen dem Nahverkehrsanbieter und Fahrgästen hin und her zu spielen - zum Vorteil aller Beteiligten.

Im Ergebnis wäre dies auch zielführend für diejenigen politischen Kräfte, die über bereits getroffene Entscheidungen und erhebliche Investitionen in den ÖPNV eine fühlbare Mobilitätswende herbeiführen wollen - mit deutlich weniger schädlichem Autoverkehr im Stadtleben.

Über die Einrichtung eines solchen Gremiums mit beratender Funktion, über dessen personelle Zusammensetzung, Zuordnung und Satzung mögen bitte die zuständigen politischen Instanzen wohlwollend entscheiden und einen solchen Beirat auf den Weg bringen. Die Gründung eines Fahrgastbeirats für Leverkusen kann nach unserer Meinung auch ein wichtiger Baustein sein, dass vom Rat der Stadt jüngst beschlossene Mobilitätskonzept Leverkusen 2030+ und das Klimaanpassungskonzept für die Stadt Leverkusen inhaltlich zu verzahnen.

 

gez. Raimond Schmahl